Muster wahlzettel 2019 sachsen

 Hessisches Kultusministerium, “Hessen setzt Ausbau des islamischen Religionsunterrichts in Kooperation mit DITIB aus”, Pressemitteilung, 20. Februar 2019, kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-setzt-ausweitung-des-kooperation-mit-ditib-erteilten-islamischen-religionsunterrichts-aus-0 (abgerufen am 23. April 2019).  ”Spurning Erdogan es Vision, Turks Leave in Droves, Draining Money and Talent”, New York Times, 2. Januar 2019, www.nytimes.com/2019/01/02/world/europe/turkey-emigration-Erdoğan.html (abgerufen am 13. Februar 2019).  Die Berichte sind unter www.islamo phobiaeurope.com/events/seta-european-islamophobia-report-2016/ (abgerufen am 23. April 2019) abrufbar. Aufgrund der 2008 in das bestehende Wahlrecht eingeführten Änderungen und der anschließenden Maßnahmen im Jahr 2012 erhielten alle türkischen Staatsbürger über 18 Jahren das Wahlrecht an den in ihren Wohnsitzländern stationierten Wahlurnen. Obwohl türkische Bürger seit 1987 an türkischen Wahlen teilnehmen können, war dies nur an den Wahllokalen möglich, die auf türkischen Flughäfen und Grenzkontrollen installiert waren.

Neue Änderungen im Wahlgesetz haben somit die finanzielle und logistische Belastung der Stimmabgabe erheblich gemildert. Seit den Präsidentschaftswahlen 2014, als die Wähler zum ersten Mal ihre Stimme in ihren Wohnsitzländern abgegeben haben, ist die Stimmabgabe eine häufige Praxis geworden, da die Türkei drei Parlamentswahlen, eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum hatte. Inwieweit diese materiellen und emotionalen Motivationen zwischen den verschiedenen Gruppen vorherrschen – und wie diese Motivationen mit anderen Faktoren interagieren – bleibt in dieser Studie unbeantwortet. Auch wenn die Stichprobe der Befragten, auf der dieses Papier seine Ergebnisse aufbaut, vielfältig ist, ist eine größere und besser repräsentative Stichprobe notwendig, um – auf einer höheren Vertrauensstufe – die relative Bedeutung dieser materiellen und emotionalen Mechanismen im Hinblick auf die Unterstützung durch verschiedene Gruppen darzustellen. Künftige Forschungsarbeiten könnten erheblich von einer solchen Erhebung profitieren, indem sie einerseits ein repräsentatives Bild des Verhältnisses zwischen Wahlpräferenzen und -begründungen und andererseits zwischen Präferenzen und Faktoren wie Ankunftszeit, historischen Abstimmungsmustern, Rechtsstatus, Generationenunterschieden sowie Graden und Formen der Religiosität abbildet. Zum ersten Mal bei den Präsidentschaftswahlen 2014 gaben die türkischen Wähler ihre Stimme an den in ihren Wohnsitzländern stationierten Wahlurnen ab. Neue Regelungen, die 2008 in das Wahlgesetz eingeführt wurden – und die anschließenden Maßnahmen, die 2012 ergriffen wurden –, die die Stimmabgabe in den Wohnsitzländern ermöglichten, waren Teil des sich wandelnden Ansatzes der Türkei gegenüber Migranten aus der Türkei und ihren im Ausland geborenen Kindern, die 2010 begannen.